Mit diesen Geheimtipps bist Du auf die Wiesn vorbereitet

VON

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edes Jahr zieht das Münchner Oktoberfest um die 6 Millionen Besucher an. Darunter sind, neben den einheimischen Münchnern, Touristen aus aller Welt. Die Wiesn ist mittlerweile zu einem großen, multikulturellen Fest herangewachsen, bei dem der Spaß nie zu kurz kommt. Aber bei all dem Spaß, oder wie der Bayer sagen würde „Gaudi“, gibt es auch die ein oder anderen Dos und Don´ts auf der Wiesn. Als waschechte Münchner verraten wir Dir Tricks und Geheimtipps, für Deinen Wiesnbesuch.

 

 

Wähle den richtigen Zeitpunkt

Zu aller erst, solltest Du Dir überlegen, wann es auf die Wiesn gehen soll. Viele Besucher, die nicht aus München kommen, müssen oft notgedrungen das Wochenende für den Wiesnbesuch nutzen. Fest steht: Am Wochenende ist immer viel los. Versuche also, wenn möglich, einen Tag unter der Woche zu wählen. Vor allem die Tage von Montag bis Donnerstag sind ideal, um zwischen Vormittag und Nachmittag einen schönen Platz im Zelt, oder bei schönem Wetter im Biergarten, zu ergattern.

 

 

Die richtige Wiesn-Ausrüstung

Bevor es auf die Wiesn geht, solltest Du Dir gut überlegen, was Du mitnimmst:

  • Hab ausreichend Bargeld dabei. Am Wiesn-Haupteingang gibt es zwar Geldautomaten, die langen Schlangen davor sind aber sehr zeitraubend.
  • Nimm nur eine kleine Tasche zum Umhängen mit, in die nur die wichtigsten Dinge kommen.
  • Zieh bequeme Schuhe an. Besonders für Frauen ist das leichter gesagt als getan. Die Schuhe sollen zwar gut aussehen aber auch so bequem sein, dass Du den ganzen Tag unbeschwert darin laufen und tanzen kannst.

 

 

Umgehe das U-Bahn Chaos

Der Weg zum Oktoberfest kann zur echten Geduldsprobe werden. Für viele, die zum ersten Mal in München sind, macht es Sinn mit der U4 oder U5 bis Haltestelle Theresienwiese zu fahren. Aber Vorsicht! Hier auszusteigen bedeutet sich von einer Menschenmasse aus tausenden Wiesngängern zum Eingang mitreißen zu lassen. Lehne Dich also entspannt zurück und fahre eine Station weiter zur Schwanthalerhöhe. Von dort bist Du in wenigen Metern am Haupteingang.

Am besten ist es natürlich die U-Bahn ganz zu meiden. Wenn es möglich ist, gehe zu Fuß zur Theresienwiese. So kannst Du bei einem gemütlichen Spaziergang die schöne Tracht der anderen Besucher sehen und schonmal Wiesn-Luft schnuppern. Manchmal ergibt sich auch das ein oder andere Gespräch.

 

 

Entscheide Dich für ein Bierzelt

Die Wahl des Bierzeltes ist nicht leicht. Es gibt viele unterschiedliche Zelte, mit unterschiedlicher Musik, und unterschiedlichem Publikum. Und ganz wichtig: Es gibt nicht überall das gleiche Bier.

Wer den Wiesn-Tag gerne etwas ruhiger angehen will, kann sich zuerst im Augustiner-Festzelt „aufwärmen“. Hier herrscht eine gemütliche und verhältnismäßig ruhige Stimmung im Vergleich zu anderen Zelten. Für viele Münchner gibt es hier das beste Bier auf dem Oktoberfest, weshalb es auch für Einheimische eines der Lieblingszelte ist.

Wenn Du etwas „Promi-Luft“ schnuppern willst, eignet sich das Marstall oder Käfers Wiesnschänke am besten. Hier feiert die High Society in schicker Tracht. Bekannte Fußballer, Schauspieler, Sänger und viele mehr kann man hier durchaus antreffen.

Für ausgelassene Partystimmung sorgt das Hacker Festzelt. Auch „Der Himmel der Bayern“ genannt. Es ist eines der beliebtesten Zelte auf der Wiesn. Gute Musik, schöne Verzierungen im Zelt und gutes Bier laden hier zum Feiern ein.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere große und kleine Zelte, in denen ordentlich Stimmung herrscht. Jedes Zelt hat seinen eigenen Charme und ist auf seine Weise besonders. Hier findet wirklich jeder das Passende für sich.

 

 

 

 

Besuche auch die Oide Wiesn

Wem das große Oktoberfest zu viel wird, kann es sich auf der Oiden Wiesn so richtig gemütlich machen. Sie hat seit 2011 alle zwei Jahre in einem kleinen Bereich im Südteil des Oktoberfests als „historische Wiesn“ ihren festen Platz. Alte Fahrgeschäfte, Biergärten und Zelte sorgen für einen ganz besonderen Charme. Tradition und bayerisches Brauchtum wird hier großgeschrieben. Besonders für Familien und kleine Kinder ist die Oide Wiesn eine ruhige Alternative. Im Museumszelt kannst Du mehr über die Geschichte der Wiesn erfahren.

 

 

Verhalte Dich richtig im Zelt

Im Zelt angekommen, macht man sich auf die Suche nach einem Tisch. Das gestaltet sich ohne Reservierung zwar nicht immer als leicht, aber mit etwas Geduld und Glück findet sich ein schönes Plätzchen. Tipp: Bleibe nicht in den Gängen stehen. So versperrst Du der Bedienung nur den Weg und Bier kriegst Du auch im Stehen nicht.

Eine der wichtigsten Regeln auf der Wiesn lautet: Sei nett zur Bedienung! Sie tragen täglich eine Vielzahl an schweren Maßkrügen, laufen unzählige Male die Gänge auf und ab, während ihnen immer wieder dieselben Lieder ins Ohr dröhnen. Währenddessen bedienen sie und kümmern sich um bereits sehr angeheiterte Gäste – von den „Sägespänen“ ganz abgesehen. Es ist also nicht verkehrt, sie bei Laune zu halten. Das bedeutet auch, gutes Trinkgeld zu geben. Die Wiesn ist bekanntlich der falsche Ort zum Sparen. Deshalb ist mindestens 1 Euro Trinkgeld bei einer Maß angemessen. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

 

 

Erlebe den letzten Wiesn-Abend

Der letzte Abend auf dem Oktoberfest ist ein ganz besonderer. Wenn die Wiesn sich dem Ende neigt, wird es in den Zelten nochmal emotional. Bei Wunderkerzen, lautem Gesang und dem ein oder anderen Tränchen verabschiedet man sich voneinander. Ob bei „Angels“ von Robbie Williams oder „Weilst a Herz hast wie a Bergwerk“ von Reinhard Fendrich, die Stimmung zu den „Rausschmiss-Songs“ ist an diesem Abend am Höhepunkt. Und wie es bekanntlich so schön heißt: Wenn´s am schönsten ist, soll man aufhören.

 

 

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