Fuerteventura: Die Insel in drei Tagen entdecken

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Warum fliegt man auf die Kanaren? Die Antwort ist leicht: Eigentlich immer, um das ganze Jahr über Sonne zu tanken, sich zu erholen und dem Winter zu entfliehen. Die Batterien wieder aufladen und bei idyllischer Landschaft zur Ruhe kommen. Meiner Meinung nach ist Fuerteventura tatsächlich der perfekte Ort, um zu entspannen. Wer mehr als nur Pool und Strand möchte, sollte unbedingt die Insel entdecken, denn nur dann verstehst Du Fuerteventura wirklich. Eine dreitägige Reiseroute ist perfekt, um die facettenreiche Natur der kanarischen Insel zu erkunden. Welche Städte Du an welchem Tag ansteuern kannst, zeige ich Dir hier.

 

Ein Plan für sieben Tage Urlaub auf Fuerteventura

Fuerteventura ist eine vulkanische Insel und nach Teneriffa die größte der Kanaren. Man sagt, entweder liebt oder hasst man Fuerteventura. Und zugegeben, wenn Du dich nur in Deinem Urlaubsressort verkriechst, wirst du die Insel nie richtig kennenlernen und vermutlich enttäuscht sein. Welche Vielfalt sich dort verbirgt, entdeckst Du erst durch eine Tour durch das Land. Bei einem sieben Tage Urlaub, hast du drei Tage Zeit für die Erkundung der Insel und vier Tage Zeit für Strand und Pool. Für mich persönlich ist das die perfekte Balance.

Wir haben diese vielseitige Insel mit dem Auto erkundet, was ich jedem nur empfehlen kann. In unserem Hotel konnte man den Mietwagen unkompliziert am Tag vorher für einen sehr guten Preis buchen. Am nächsten Morgen ging es dann los.

Wir waren in einem schönen Hotel im Süden der Insel in Esquinzo untergebracht. Von dort starteten jeden Tag unsere Touren.

 

Fuerteventura Entdeckungstour Tag 1

Am ersten Tag der Inselerkundung steht Corralejo auf dem Programm. Der Naturpark sowie die gleichnamige Stadt liegen im Norden der Insel. So haben wir gleich am ersten Tag die längste Autostrecke hinter uns gebracht, um in den folgenden Tagen die Orte, die näher am Hotel liegen, zu erkunden.

Der erste Stopp ist dann im Parque Natural Corralejo. Die karge Vulkanlandschaft verwandelt sich plötzlich in eine wüstenartige Traumlandschaft. Eine Straße führt direkt durch den Naturpark. An den Dünen angekommen, gibt es einige Parkplätze direkt neben der Straße. Dort empfehle ich Dir unbedingt anzuhalten und das Auto zu verlassen. Kamera in die Hand und ab in die Dünen!

Die Dünen von Corralejo auf fuerteventura sind atemberaubend

Dünen von Corralejo

Am besten ziehst Du Deine Schuhe aus und spürst den feinen Sand an Deinen Füßen. Ein kleiner Spaziergang in den Dünen ist wirklich wunderschön, denn auf der einen Seite hast Du im Hintergrund immer das unfassbar schöne türkisblaue Meer, auf der anderen Seite könntest Du meinen, Du stehst mitten in der Wüste.

Ein paar Kilometer weiter liegt die Stadt Corralejo. Fahre ruhig bis ins Zentrum, man findet dort immer irgendwo eine Parkmöglichkeit. Corralejo ist eine kleine Stadt mit Fischerdorfcharakter. Schon wenn Du dort ankommst, kommt Dir der Duft von frischem Fisch entgegnen, Möwen schreien und das Meer umgibt die malerische Stadt. Das Städtchen ist einen Spaziergang wert: Viele Restaurants tummeln sich direkt an der Promenade und laden zu einer Erfrischung ein. Ein paar Geschäfte für einen Bummel sind ebenfalls vor Ort. Das spanische Flair kommt in Corralejo wunderbar zur Geltung. Wo man in den Urlaubsressorts nur von Touristen umgeben ist, hat man in Corralejo das Gefühl, dem spanischen Ursprung ganz nah zu sein.

Corralejo ist eine Stadt auf Fuerteventura

Corralejo

Von dem im Zentrum gelegenen Hafen kann man mit der Fähre einen Ausflug nach Lanzarote oder auf die kleine, benachbarte Insel Isla de Lobos unternehmen. Die Insel ist sehr karg und verlassen. Wer sich jedoch vom Naturschauspiel verzaubern lassen möchte und einen andern Blick auf Fuerteventura ergattern möchte, sollte die kurze Fährfahrt machen.

Der nächste Stopp ist El Cotillo. Der Besuch der Stadt im Westen der Insel lohnt sich und sie ist von Corralejo schnell zu erreichen. Ich persönlich war besonders begeistert vom Faro del Tostón. Eine zum Teil holprige Straße führt zu einem Leuchtturm etwas nördlich der Stadt El Cotillo. Ganz verlassen steht der Leuchtturm zwischen felsigem Boden und tosenden Wellen. Die Veränderung des Meeres ist auf Fuerteventura sehr beeindruckend. Wohingegen in Corralejo das Meer ruhig ist, ist es am Faro de Tostón plötzlich tosend und wild. Auf den von Wasser überspülten Felsen lassen sich schöne Fotos machen und Du kannst dort sehr gut einen Moment innehalten und das Meer bestaunen.

der Faro del Tostón ist ein schöner Leuchtturm bei El Cotillo auf Fuerteventura

Faro del Tostón

Zurück Richtung El Cotillo, begegnet Dir ein beeindruckender Strand bei Los Lagos. Fast schon wie ein Geheimtipp, umgeben von nur einigen kleinen Bars, findest Du dort eine Lagune und feinen Sandstrand mit einer malerischen Kulisse im Hintergrund.

La Oliva ist die nächste Stadt, die Du Dir nicht entgehen lassen solltest. Wir schauten uns die Kirche Iglesia Nuestra Señora de la Candelaria an und liefen danach zum Casa de Los Coroneles. Die alte Villa kann man gegen eine kleine Gebühr betreten. Dort erwarten Dich Informationen zu den früheren Bewohnern sowie historische Daten und Fakten. Aber auch die Architektur des Hauses ist sehenswert, da es sehr prunkvoll ist, im Gegensatz zu den anderen Gebäuden der Inseln.

die Iglesia Nuestra Senora de la Candelaria ist eine sehenswerte Kirche auf der kanarischen insel Fuerteventura

Iglesia Nuestra Señora de la Candelaria

Über einige Berge und Serpentinen geht es nach diesem ereignisreichen Tag wieder zurück in den Süden zum Hotel.

 

Fuerteventura Entdeckungstour Tag 2

Am nächsten Morgen soll es ins Landesinnere gehen. Antigua lautet der erste Stopp. Es handelt sich um ein kleines Dörfchen in den Bergen, das außer dem authentischen Kanaren-Feeling nicht viel zu bieten hat. Aber da es auf dem Weg liegt, solltest Du Dir es nicht entgehen lassen.

Warst Du gestern noch bei Corralejo am türkisblauen Meer mit ebenen Straßen, befindest Du Dich plötzlich in den Bergen. Enge Serpentinen, die manchem Autofahrer und mit Sicherheit dem ein oder anderen Busfahrer Nerven kosten, führen zu einem atemberaubenden Aussichtspunkt, dem Mirador de Morro Velosa. Neben einer umwerfenden Sicht auf die Berge und das Meer, bietet der Ort auch ein kleines Café, das zu einer Erholung nach der Autofahrt einlädt.

Einen tolen Ausblick auf Fuerteventura hast du vom Mirador de Morro Velosa

Mirador de Morro Velosa

Unser Haupttagesziel ist Ajuy. Auf dem Weg dorthin kommst Du noch an Betancuria vorbei. Ein Bergdorf, das Du Dir ansehen musst. Verwunschen und authentisch liegt es in einem kleinen Tal und lädt zum Träumen ein. Lediglich die Reisebusse, die gelegentlich einen Schwung Touristen abliefern, stören die kanarische Idylle.

Weitere enge Serpentinen führen dann letztendlich an den Playa Ajuy. Ein kleines Dorf, wobei Dorf schon übertrieben ist, liegt an einem schwarzen Strand. Schon wenn Du das Auto verlässt hörst Du das Tosen der Wellen. Der Strand hat mich total in seinen Bann gezogen. Mal wieder siehst Du hier wie vielfältig Fuerteventura ist. Gestern noch in Corralejo den feinen weißen Sand in den Dünen gespürt, heute an einer rauen schwarzen Küste mit meterhohen Wellen. Ein schmaler Pfad führt hinauf zu den Klippen. Ein ganzes Stück kannst Du direkt auf den Klippen entlanglaufen und die wilden, krachenden Wellen bestaunen.

Die Klippen von Ajuy sind nahe dem fischerdorf Ajuy auf Fuerteventura

Die Klippen von Ajuy

Mein persönliches Highlight war tatsächlich dieses kleine Dörfchen mit den beeindruckend hohen Wellen. Einfach nur auf den Klippen stehen und der Naturgewalt zuzuschauen war absolut faszinierend.

Über die Dörfer Pajara und Tuineje sind wir wieder zurück nach Esquinzo gefahren.

 

Fuerteventura Entdeckungstour Tag 3

Nachdem an Tag 1 der Norden auf dem Programm stand und an Tag 2 das Landesinnere sowie die Westküste, blieb an Tag 3 noch der Süden der Insel übrig. Morro Jable war ohnehin nicht weit weg von unserem Hotel und ist einen Besuch wert. Verglichen mit der rauen Küste von Ajuy am Vortag, ist Morro Jable eine lebendige Stadt mit türkisblauem Meer und einem weißen, kilometerlangen Sandstrand. Einige Geschäfte zieren die Promenade, sodass die ein oder anderen Urlaubssouvenirs gekauft werden können.

Nun beginnt aber das wohl größte Abenteuer: Der Schotterweg zum Leuchtturm Faro de Punta Jandía. Kilometerlang holpert das Auto den engen Weg entlang. Nicht ohne Grund solltest diese Strecke nicht mit einem Kleinwagen fahren. Schlaglöcher und große Steinbrocken sind kein Gerücht, sondern eine Tatsache. Der Weg lohnt sich aber. Die steinige, verlassene Gegend bildet wieder einen starken Kontrast zu der Stadt Morro Jable mit ihrem Sandstrand und dem Getummel auf der Einkaufspromenade.

Am Leuchtturm angekommen, erwartet Dich ein stürmischer Wind, die endlose Weite des Meeres und der Steinlandschaft. Manch einer meditiert an diesem Ort.

Faro de Punta Jandia ist ein wunderschöner Leuchtturm im Süden von Fuerteventura

Faro de Punta Jandía

Auf dem Rückweg gelangt man über eine Querstraße zu der sagenumwobenen Villa Winter bei Cofete.

 

Die Route auf einen Blick

Die Landkarte von Fuerteventura zeigt drei Routen für drei Tage, so siehst du alles von der Insel

Drei Reiserouten auf Fuerteventura für drei Tage.

 

Tag 1 (Türkis)

  • Die Dünen von Corralejo
  • Corralejo
  • El Cotillo
  • Faro del Tostón
  • La Oliva

 

Tag 2 (Rot)

  • Antigua
  • Mirador de Morro Velosa
  • Betancuria
  • Ajuy

 

Tag 3 (Grün)

  • Morro Jable
  • Faro de Punta Jandía
  • Villa Winter

 

Meine persönlichen Must-See’s

  • Die Dünen von Corralejo: Mit einem Mal in der Wüste stehen. Ein wirklich beeindruckender Wandel der Landschaft.
  • Faro del Tostón: Ein Leuchtturm wie aus dem Bilderbuch, umgeben von Felsen und brechenden Wellen, unbedingt anschauen!
  • Ajuy: Schwarzer Strand und beeindruckend hohe Wellen, der kleiner Ort mit seinem Naturschauspiel ist einfach faszinierend.
  • Faro de Punta Jandía: Totale Abgeschiedenheit und karge Landschaft, die Gegend um den Leuchtturm ist ein extremer Kontrast zu den Traumstränden der Insel.

 

Travel-Tipps

  • Mietwagen direkt im Hotel buchen
  • Wenn Du im Winter reist, erwarte keine 30 Grad am Abend. Denke an Pullis und Jacken für den Morgen und Abend
  • Du wirst so viele unterschiedliche Landschaften entdecken. Denke daran, dass die Akkus deiner Kamera und deines Smartphones immer geladen sind
  • Du musst kein Spanisch reden können. Mit Deutsch und etwas Englisch wirst Du Dich super verständigen können

 

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