Liebe Deinen Körper – Body Positivity

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Schau Dich im Spiegel an: Was findest Du schön an Dir? Die meisten von uns, können diese Frage pauschal nicht so schnell beantworten. Zu kritisch gehen wir mit uns selbst um. Würdest Du Deiner besten Freundin gegenüberstehen und ihr erzählen, was Du an ihr schön findest, wäre das wahrscheinlich kein Problem. Und deswegen müssen wir reden! Über Selbstliebe und Body Positivity …

 

Frauenbilder in der Öffentlichkeit

Wie oft müssen wir Frauen uns anhören, dass etwas mit uns nicht stimmt: zu dünn, zu dick, zu klein, zu groß. Oder im Gegenteil: Wir werden danach beurteilt, was alles „schön“ an uns ist. Die perfekte Nase, tolle Bauchmuskeln, schöne Haare. Klar, Komplimente sind wunderschön und jeder ist geschmeichelt, sie zu hören. Dennoch: Die Äußerlichkeiten einer Frau scheinen immer noch eine größere Rolle zu spielen als ihr Charakter, ihre Intelligenz oder ihre Meinung. Und das ist kein Wunder. Auf den meisten Werbeplakaten, in Werbespots und vor allem online werden Frauen als makellose Wesen stereotypisiert – mit Körpermaßen, die nur selten der Realität entsprechen. Übersexualisierte und klischeehafte Darstellungen von Frauen sind in unserer Öffentlichkeit keine Seltenheit. Kein Wunder, dass so manche ihren Körper in Frage stellt. Besonders auf der Fotoplattform Instagram präsentieren sich viele Frauen auf durchgestylten Profilen selbst so perfekt wie möglich. Und vor allem dort kommt es oft zu „Body Shaming“ – ein Phänomen, bei dem Menschen aufgrund ihres Körpers beleidigt und angegriffen werden.

 

Trend: #bodypositivity

Für das optimale Instagram-Bild investieren Influencerinnen, aber auch ganz normale Mädchen und Frauen, viel Zeit. Hinter dem, was auf der Fotoplattform so einfach aussieht, stecken meistens viele Versuche sich in dem perfekten Licht darzustellen. Die nachträgliche Bildbearbeitung nicht zu vergessen. Perfektionismus und Ästhetik sind vor allem in diesem Social Medium das A und O – und die Follower sind die strengsten Kritiker. Nicht umsonst gibt es im Datenschutz- und Sicherheitsbereich von Instagram einen Reiter der sich „Über Essstörungen“ nennt. Diese Guidelines klären über den Umgang mit Essstörungen im eigenen Umfeld auf. Umso schöner ist ein neuer Trend, der in letzter Zeit bei Instagram aufpoppt: #bodypositivity. Models wie Ex-Germany’s-Next-Topmodel-Kandidatin Sarina Nowak oder Victoria’s Secret Star Ashley Graham zwingen sich nicht mehr in Kleidergröße Size Zero, sondern zelebrieren ihre natürliche Körperform. Bloggerinnen präsentieren Gegenüberstellungen, die instagramoptimierte und realistische Posen zeigen: „Instagram versus reality“. Unter dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram finden sich aktuell fast 100.000 Beiträge (Stand: 13.04.2018), die auch mal unperfekte und humorvolle Bilder von Usern zeigen.

 

Warum Du Deinen Körper lieben solltest, egal, wie er aussieht

Das Wichtigste, was viele oft vergessen, ist, dass Dein Körper Dich jeden Tag begleitet und dafür sorgt, dass Du Dein Leben so führen kannst, wie Du es willst. Seine primäre Funktion ist es, Dich am Leben zu halten oder Leben zu schenken. Dafür sollten wir jeden Tag dankbar sein. Es ist egal, ob man sich gerne schminkt oder Natürlichkeit liebt, ob man sportlich ist oder eben nicht, ob man gerne gesund isst oder auch mal zu Fast Food greift. Das ganze Geheimnis an Body Positivity ist: Jede Körperform ist OK so wie sie ist. Hat eine Frau Heidi Klums Maße – super. Und wenn nicht? Genauso super!

 

Auch ist diese Diskussion keine, die ausschließlich von Männern entfacht wird – Frauen untereinander beurteilen Äußerlichkeiten oft negativ. Dabei sollten sie sich eigentlich gegenseitig unterstützen und Konkurrenzdenken und Lästereien abschalten. Männer müssen lernen, dass das, was ihnen in den Medien vermittelt wird, selten ein realistisches Bild von Frauen zeigt. Auch Unternehmen müssen umdenken und Stereotype abschaffen. Es ist okay so auszusehen wie man aussieht. Individualität ist schön. Und jetzt wirf doch noch mal einen Blick in den Spiegel …

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